Forschung am SPI

Forschung am SPI

Mit seiner Grundlagenforschung im Bereich der Pastoral- und Religionssoziologie dient das SPI der pastoralen Konzeptarbeit und pastoralen Planung der katholischen Kirche in der Schweiz. Der Forschungsbereich des SPI ist auf die Lebenshaltungen von Menschen und deren Beziehung zur Religion und Religiosität in der modernen Gesellschaft sowie die Rolle und Bedeutung der christlichen und z.T. auch nicht-christlichen Religionsgemeinschaften im Kontext der Schweiz ausgerichtet. Mehrjährige Projekte werden mit universitären Partnern in Kooperation geplant, beantragt und durchgeführt. Mit der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg besteht eine vertragliche Kooperation in den Bereichen Forschung und Lehre. Mit den Universitäten Luzern, Lausanne und Bern gibt es ebenfalls eine langjährige Zusammenarbeit. Das SPI ist regelmässig an Forschungsprojekten beteiligt, die mit Mitteln des Schweizer Nationalfonds gefördert werden. Die langfristig angelegte empirische Grundlagenforschung sichert dem SPI eine hohe akademische Qualität und macht das SPI zu einem Kompetenzzentrum für religionssoziologische Forschung im gesamten deutschsprachigen Bereich.
 

Aktuelle Forschungsprojekte

Christliche Migration in der Schweiz

Projekt Christliche Migration in die Schweiz - qualitativer Teil

Welche Rolle spielt Religion bei der Verarbeitung von Migrationserfahrungen? Eine biographieanalytische Studie mit christlichen MigrantInnen

Mehr als ein Drittel der in der Schweiz lebenden Personen hat einen Migrationshintergrund. Über die Hälfte davon bringt einen christlichen Hintergrund mit und sieht sich einer christlichen Konfession oder Denomination zugehörig. Das Gesicht des Christentums in der Schweiz hat sich durch sie in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Es ist vielfältiger, bunter und lebendiger geworden. Trotzdem werden sie in der Öffentlichkeit und in den Kirchen noch immer zu wenig wahrgenommen. Migration bedeutet für die Betroffenen nicht nur eine Bewegung im geographischen und sozialen Raum mit mehr oder weniger dauerhaftem Wohnortswechsel und damit eine Veränderung ihrer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen. Die zugewanderten Menschen finden sich in einem Prozess wieder, der ihre Erfahrungen, ihre Deutungsmuster und ihre Handlungsroutinen, aber auch ihr Selbstverständnis und ihre Beziehungen tangiert. Erfahrungen stellen sich ein, die sich nicht mehr nach den bewährten Mustern deuten lassen. Welche Rolle spielt Religion hier als Sinn- und Sozialsystem für die Betroffenen und wie verändert sie sich im Verlauf des Migrationsgeschehens? Die Studie untersucht das Zusammenspiel von Religiosität und Migrationserfahrung im Rahmen von Biographie. Mithilfe von qualitativen Interviews wird der Frage nachgegangen, wie Individuen ihre Migrationserfahrungen be- und verarbeiten und zur Deutung und Gestaltung der eigenen Lebensgeschichte einsetzen. Eine vergleichende Analyse verschiedener Frömmigkeitstypen wird angestrebt. Das Forschungsprojekt besteht aus zwei Teilstudien, die aus der Perspektive des Individuums die Bedeutung von Religion als Deutungs- und Sinnsystem sowie als soziales System mit seinen Ressourcen untersucht. Die qualitative Studie schliesst an eine quantitative Erhebung von Basisdaten zu den christlichen Migrationsgemeinden in der Schweiz an.

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Eva Baumann-Neuhaus

Projektleitung

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Simon Foppa

Wissenschaftlicher Mitarbeiter